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Familienhistorie

Dr. Wolfgang Frhr. v. Stetten mit Ehefrau Silvia, 
Tochter Franziska und den Söhnen Christian (links) und RichardDr. Wolfgang Frhr. v. Stetten mit Ehefrau Silvia, Tochter Franziska und den Söhnen Christian (links) und RichardDer erste datierte Eintrag der Familie von Stetten erscheint in einer Urkunde aus dem Jahr 1098 mit einem Odelricus de Steten zusammen mit seinen Verwandten Helmenricus de Cünzelshowe, Alewic de Stein und Wernhardt de Zotenshofen (Württ. UrkBah, Bd.I, S. 402).
Die Stammreihe der Familie beginnt 1235, sie war Mitglied der fränkischen Reichsritterschaft im Kanton Odenwald - immatrikuliert im Kgr. Württemberg bei der Freiherrenklasse des Ritterschaftlichen Adels.

 


Das Wappen der Familie der Freiherren von Stetten zeigt drei rote germanische Wurfbeile (Franzisken) auf einem silbernen Schild, auf dem Helm eine rot gekleidete Jungfrau mit einem weiteren Beil in jeder Hand.

Wo die edelfreie Familie derer von Stetten bei der Ersterwähnung 1098 ihren Wohnsitz hatte ist nicht überliefert. Ziemlich sicher ist aber, dass sie aus der gleichen Familie stammt wie Mechthild von Stein, der vermutlichen Urmutter der Geschlechter von Künzelsau, von Bartenau, Zottishofen und anderen. Sie siedelte wahrscheinlich zunächst in Kocherstetten am heutigen Fuß der Burg, das in der oben genannten Urkunde ebenfalls erwähnt wird, um dann später auf den Berg zu ziehen und die Burganlage zu bauen.


Die Familie von Stetten teilte sich 1692 in drei Linien auf:

Äußeres Haus: Stammvater Johann Heinrich (geb. 1640, gest. 1684)
Inneres Haus: Stammvater Johann Ernst (geb. 1638, gest. 1703)
Buchenbach:  Stammvater Wolf-Christof (geb. 1643, gest. 1699)

        

Eine Besonderheit bei dieser Teilung war, dass die Verteidigungsanlagen, Türme, Burggräben, Zugbrücken und Kapelle gemeinsames Eigentum blieben, ein sogenannter Gemeinbau. Gemeinbauherr und somit Verwalter der militärischen Anlagen war der jeweils älteste Stetten.
Bis zu ihrem Aussterben um 1850 spielte fast zwei Jahrhunderte das Innere Haus die dominierende Rolle, dann übernahm das Haus Buchenbach. Nach dem Zweiten Weltkrieg zerfiel Besitz und Einfluss dieser Linie durch den Verkauf von Feld und Wald bis hin zum Buchenbacher Schlösschen. Die Mitglieder des Äußeren Hauses mit den Linien "Alexander´s Relikte" und "Eugen´s Relikte" konnten die Anteile am Gemeinschaftseigentum in Schloß Stetten ganz und die Wälder teilweise erwerben und übernahmen so die führende Rolle. Nach zähen und langwierigen Erbauseinandersetzungen wurde das Kondominat Schloß Stetten in den 70ziger und 80ziger Jahren nach und nach aufgelöst. Am 11. Juni 1988 brachte der Haupteigentümer und Hausherr seine Anteile an der Kernburg in die "Baron Wolfgang Stetten Stiftung" ein, um einer erneuten Zersplitterung der Burganlage entgegen zu wirken.